Um dir zu zeigen, warum deine Perspektive auf das Leben so wichtig ist, möchte ich dich in diesem Artikel zu einem Experiment einladen. Ich habe für dich ein Video von youtube eingebunden, welches du dir ansehen solltest, bevor du weiter liest.

Was dir dieses Video zeigt? Die erstaunlichen Fähigkeiten deines Gehirns. Es kann sich absolut und ganz auf eine Sache – in diesem Fall das zählen der Pässe des weissen Teams – fokussieren und dabei alles andere übersehen. In der Psychologie wird dies selektive Wahrnehmung genannt.

Ich finde dieses Experiment zeigt eindrücklich, wie wichtig es im Alltag ist, worauf wir unseren Fokus legen. Dies kann – wie in diesem Experiment erlebt – absichtlich und bewusst geschehen, indem dir beispielsweise eine Aufgabe gestellt wird. Meistens passiert das allerdings unbewusst. Du triffst unzählig viele Entscheidungen jeden Tag. Viele sind sehr klein (z.B. was du morgens zum Frühstück isst oder ob du einen Kaffee trinkst) und würden uns sehr beschäftigt halten, wenn wir diese bewusst treffen wollten. Deswegen trifft dein Unterbewusstsein diese in einer Art Autopilot. Und zwar so, wie es gewohnt ist, Entscheidungen für dich zu treffen. Wenn du z.B. häufig ängstlich warst, dann wird dein Unterbewusstsein den Ereignissen in deiner Umgebung mehr Beachtung schenken, die dich verunsichern oder ängstigen. Wenn du eher gestresst und leicht reizbar bist, fällt die Beachtung auf die Berge Arbeit und die fordernden Kollegen oder auch auf die rücksichtslosen Autofahrer:

Eines morgens fuhr ich mit dem Auto zu einem wichtigen Termin, für den ich sowieso schon spät dran war. Auf meiner Fahrbahnseite parkte ein Auto, so dass ich über die Gegenfahrbahn ausweichen müssen würde. Ich ärgerte mich über die Person, die mir so einfach den Weg versperrte und fand dies sehr rücksichtslos. Ich fing bereits an vor mich hinzuschimpfen als auf der Gegenfahrbahn nun auch noch ein Auto entgegen kam. Ich dachte nur, na super, jetzt muss ich auch noch wegen dem egoistischen Autofahrer warten

Jeder von uns hat jeden Tag einen Fülle an unterschiedlichen Erlebnissen. Und selbst die gleiche Situation kann im Nachhinein von unterschiedlichen Menschen völlig unterschiedlich beschrieben und bewertet werden.

Es ist deine freie Entscheidung, wie positiv und fröhlich du leben möchtest.

 

Jetzt ist nur die Frage, was du mit diesem Wissen anfangen kannst. Du sagst vielleicht: “Naja, ich war halt schon immer ängstlich. So bin ich halt.” Oder “Ist kein Wunder, dass ich so viel Stress habe. In meiner Position ist das völlig normal. Das geht doch allen so.”.

Nur, wer sagt das?

Wer sagt, dass du so bist oder dass es normal ist, sich gestresst zu fühlen? Ich sage, dass du dich bewusst dafür entscheiden kannst, wie du die Welt um dich wahrnehmen möchtest, worauf du deinen Fokus legst: möchtest du noch ängstlicher werden? Dann schaue am besten jeden Tag grausame Nachrichten, lies im Internet alle Horrorgeschichten, die du finden kannst und umgib dich mit möglichst negativ denkenden Menschen, die deine Eindrücke noch verstärken. Oder möchtest du noch gestresster werden? Fülle deine Tage mit so vielen ToDos, Aufgaben und Terminen, dass du sie unmöglich schaffen kannst, arbeite die Wochenenden durch und umgib dich nur mit Arbeitskollegen, die mindestens so gestresst sind wie du. Gemeinsam könnt ihr euch dann auch gleich einen Burnout Therapieplatz suchen.

Mit dem Fokus auf das Positive lässt du dein Gehirn denken, dass das meiste in deinem Leben positiv ist.

 

Ich würde dir allerdings eine andere Alternative vorschlagen: Was in die eine Richtung funktioniert, geht auch in die andere. Allerdings braucht es dafür deine Entscheidung: deinen Fokus bewusst und aktiv auf das positive in deinem Leben zu lenken. Erfreue dich an Kleinigkeiten – an einzelnen Sonnenstrahlen im Nebel, an den ersten blühenden Blumen im Frühjahr, an dem Kollegen, der spontan eine deiner Aufgaben erledigt hat, an dem Lächeln deiner Kinder / Partner(in) / Freunde, geniesse die frische Luft. Gleichzeitig streue positive Gefühle in deinem Umfeld: sprich mehr über positives als negatives, lächle andere Menschen an, wünsche ihnen von Herzen einen schönen Tag, mach Komplimente und was dir sonst noch so einfällt (Hauptsache, es ist positiv und macht dem Anderen gute Gefühle ;-)). Zu Beginn wirst du dich vielleicht merkwürdig fühlen. Oder irritierte Reaktionen ernten. Schon bald wird dir das nicht mehr auffallen, weil du deinem Unterbewusstsein beigebracht haben wirst, nur noch den schönen und positiven Dinge Beachtung zu schenken!

… Durch meinen Ärger merkte ich erst spät, dass das entgegen kommende Auto anhielt, um mich vorbei fahren zu lassen. Ich war zu überrascht von dieser freundlichen Geste. Und hatte nun die Wahl: möchte ich mich auf meinen Ärger oder auf meine Freude fokussieren…

Du hast die Wahl: bestehende Verhaltensmuster verstärken oder mit etwas Aufwand verändern, um eine bessere Version von dir zu werden. Mit mehr Spass, Optimismus, Kreativität, Liebe, Lachen und Begeisterung. Für mich ist klar, wofür ich mich entscheide. Für dich auch? 

In meinem nächsten Artikel zeige ich dir eine Möglichkeit, wie du deinen Fokus mehr auf das Positive in deinem Leben richten kannst. Falls du noch genauer verstehen willst, wie dein Gehirn die Eindrücke von aussen verarbeitet, kannst du dir ein Video über Wahrnehmung auf youtube ansehen

Alles Liebe,

Pin It on Pinterest

Share This