Blumen auf Tisch - weniger macht glücklicher
Du kennst das bestimmt auch: überall sammeln und häufen sich Dinge in deinem Haushalt an und es scheinen immer mehr zu werden. Ab und zu fällt dir etwas in die Hand, von dem du gar nicht mehr wusstest, dass du es besitzt oder schlimmer noch: du stellst fest, dass du dir das gleiche Teil gerade noch einmal gekauft hast. Spätestens dann ist dringend Zeit mal deine Habseligkeiten hervor zu nehmen, zu sortieren und auszumisten. Im Hinblick auf unseren Umzug nächsten Monat bin ich auch gerade mitten dabei. Nur die Dinge, die mich glücklich machen dürfen bleiben.

Die richtige Motivation zum Anfangen

Bereits vor einigen Monaten stiess ich auf das Buch Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert* von Marie Kondo. Bisher habe ich das Buch noch nicht gelesen (falls du es schon gelesen hast: hinterlasse mir gerne einen Kommentar, was dir daran besonders gefallen hat), es mir aber zumindest schon mal gekauft ? Ich habe festgestellt, dass sich in unserem Zuhause immer mehr ansammelte und ich teilweise wirklich schon gar nicht mehr wusste, was wir schon haben und was nicht. Zusätzlich zu diesen “neuen“ Dingen kamen auch noch Erinnerungsstücke. All das versteckte sich bei mir vorallem im Keller. Aus den Augen, aus dem Sinn, dachte ich. Nur ganz los lassen, wollt ich dann doch nicht.
Vor einem Jahr wurde mir das einfach zu viel und ich mistete den Keller mit meiner lieben Freundin aus. Dabei wurden keine “vielleicht (kann ich es doch noch gebrauchen,…)“, “aber es war doch so teuer“, “es ist doch eine Erinnerung an xy“ geduldet. Alles, was keine Begeisterungsstürme auslöste kam weg (verschenkt, gespendet und teilweise auch entsorgt). Und seien wir mal ehrlich, Begeisterung auslösen tun die wenigsten Dinge im Keller: die jahrelang nicht mehr gefahrenen Ski oder das vernachlässigte Snowboard – weg damit, die Schul- und Studiumssachen – weg damit, nicht mehr getragene Schuhe und sonstige Fehlkäufe – weg damit, baby- und kindersachen, der inzwischen zu grossen Kinder – weg damit, irgendwelche nicht mehr verwendeten Hobbygeräte, alte Koffer, Reisetaschen etc – weg damit. Alles kam weg und ich fühlte mich so leicht und frei. Nur warum ist das so?

Die Schwere durch den Besitz

Die Dinge bei denen mir das Loslassen besonders schwer fiel, waren auch die Dinge, die mich am meisten blockierten, mir die meiste Energie nahmen. Ich schaffte mir immer mehr Ecken in meinem Zuhause, in denen ich mich nicht gerne aufhielt: überall dort, wo ich solche Dinge aufbewahrte. Über die Zeit war das nämlich nicht mehr nur der Keller, sondern auch immer mehr Platz in den Wohnräumen. Und so wurde mein Zuhause immer mehr zu einem Ort, in dem ich mich nicht ganz wohl fühlte, obwohl es doch genau das Gegenteil sein sollte – ein Ort zum rundherum wohl fühlen, zur Ruhe kommen, Kraft tanken, voller positiver Energie. Zusätzlich lagen immer mehr Sachen unstrukturiert herum. Nämlich genau die, die keinen festen Platz hatten, weil sie nirgends richtig hingehörten – weil sie gar nicht zu mir gehörten. Und nur damit du mich jetzt hier nicht missverstehst, ich war und bin kein Messi. Es bewegte sich alles im durchschnittlichen Rahmen. Ein Sonderangebot hier, ein Schnäppchen da mit genommen. Könnte ja sein, dass ich es irgendwann nochmal brauche. Allerdings “brauchte” ich die Sachen nie. Statt dessen wurden sie einfach nur sicher verwahrt und vergessen. Und irgendwann fühlte es sich eben an, als hätte ich mir einen Felsblock an die Beine gebunden. So als würden die Dinge nicht mir gehören, sondern ich den Dingen (Zitat aus dem Film ‚Fight Club‘ (1999)): 

“The things you own end up owning you.“

Die Leichtigkeit des Seins…

… oder warum weniger manchmal mehr ist

Ich trenne mich zur Zeit nicht nur von “Erinnerungsstücken”, sondern auch von Kleidern, Schuhen und Büchern. Auch dabei gilt das Prinzip: was mich nicht glücklich macht, darf gehen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es mir immer leichter fällt, mich von Dingen zu trennen. Inzwischen erkenne ich schneller, was mich glücklich macht und ich behalten möchte. Ich freue mich, wenn ich Gegenstände finde, die ich jemandem weiter geben kann, der sich freut. Und es ist genauso ok, wenn ich manches entsorge. Es ist ein unglaublich befreiendes Gefühl. Schon alleine während dem wegwerfen. Das Gute daran: es bleibt bestehen. Immer wenn ich mir meine übersichtlichen Schrank- und Regalinhalte ansehe, freue ich mich. Darüber, dass die Dinge ihren Platz haben, dass sie aufgeräumt sind und ich alles schnell finde. Es gibt mir unglaubliche Energie, weniger zu besitzen und macht mich freier.

Wie geht es dir in deinem Zuhause? Was sind deine Erfahrungen zum Thema Ausmisten?

Alles Liebe,
 

Links, die mit * gekennzeichnet sind, sind Affiliate Links (du bezahlst den normalen Preis und ich freue mich über eine kleine Provision). 

Pin It on Pinterest

Share This