Dieser Artikel ist persönlicher und ich schenke ihn mir deswegen auch zu meinem Geburtstag heute. Es geht in diesem Artikel um mich: Wie ich mich dafür entschieden habe, mein Leben anders zu leben. Mit diesem Artikel folge ich ausserdem der Einladung von Susi Bayer zu ihrer Blogparade zum Thema “Entscheidung: Neues Leben”.

Mein früheres ich

Ich bin – wie vermutlich auch du – gut behütet aufgewachsen. Alles war im Überfluss vorhanden und es mangelte mir an nichts. Alle Annehmlichkeiten des Alltags nahm ich für selbstverständlich – die Supermärkte mit ihrer unglaublichen Essensvielfalt, die öffentlichen Verkehrsmittel, die Tatsache, dass ich einen guten Job hatte, eine Wohnung, Freunde, einen Partner, ein Auto, Eltern und Geschwister… Trotzdem hatte ich meist das Gefühl, mir fehlt etwas. Wenn etwas nicht so funktionierte wie erwartet (Verspätungen der Bahn, Wohnung nicht selbstreinigend ?, Unstimmigkeiten mit Eltern, Freunden, Partner) war die Ursache im Aussen schnell gefunden. Ich nahm mich als Opfer der Umstände wahr, trat die Verantwortung ab und war schlecht gelaunt. Ich konnte ja eh nichts ändern. Die Dinge sind halt wie sie sind und gestresst, schlecht gelaunt, ständig müde und unzufrieden mit der Arbeit ist ja sowieso jeder. Und so “funktionierte” ich weiter. Erledigte in der Arbeit die mir aufgetragen Aufgaben so gut und schnell ich konnte und versuchte in meiner Freizeit die Erwartungen meines Umfelds zu erfüllen.

Mein Umdenken

Irgendwas in mir wollte sich nicht mit meinem Status Quo zufrieden geben. Da muss doch noch mehr sein! Und so hörte ich vor 7 Jahren endlich auf meinen Bauch, der für sich schon 5 Jahre früher entschieden hatte, dass in der Zusammenarbeit mit Menschen, der Kommunikation und Psychologie meine Begeisterung steckt. Ich meldete mich für das berufsbegleitende Studium in Angewandter Psychologie an. Bei diesem Studiengang gab es eine Zulassungsprüfung. Bei der letzten Hürde – dem Einzelinterview – erlebte ich etwas, was ich bis zum dortigen Zeitpunkt nicht kannte: Ich war völlig eins mit mir. Ich wusste, dass ich mit diesem Studium genau das richtige mache! So überzeugt wie ich selbst war, bestand ich spielend leicht die Zulassungsprüfung und konnte so in einen neuen Lebensabschnitt starten. Ich begann bewusster auf meine Gedanken und Gefühle zu achten. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich nämlich überwiegend ein Kopfmensch, der alles rational zu erklären suchte. Im Verlauf des Studiums merkte ich, wie spannend es ist, mich selbst kennen zu lernen und negative Angewohnheiten abzulegen.

Wenn du dich jeden Tag beschwerst, wie soll es dann leichter für dich werden?

Die Rolle meines Mannes

Vor etwa 3 Jahren machte mein Mann eine Weiterbildung (NLP Practitioner Kurs an der fresh-academy) von der er äusserst beflügelt zurück kam. Er gab mir das Feedback, statt Abends nur von den Beschwerlichkeiten des Alltags zu erzählen, ihm doch mal eine Weile nur noch von den positiven Dingen meines Tages zu berichten. Zugegeben, das war eine Umstellung für mich — eine recht grosse. Ich versuchte es trotzdem. Zuerst ihm und unserer Beziehung zuliebe und später auch für mich: Als ich nämlich merkte, dass sich so die Kommunikation in der Beziehung verbessert. Es ist viel schöner, sich zu unterhalten, wenn jeder sich auf die positiven Punkte oder die Bewältigung von Herausforderungen fokussiert, statt sich in einer ewig drehenden Jammerspirale aufzuhalten. Und über die Zeit hat dies auch gleich noch einen positiven Effekt: ich sehe immer mehr positive Dinge in meinem Leben (warum die Perspektive so wichtig ist, kannst du hier nachlesen) und ich gehe motivierter und gelassener an Herausforderungen.
Ausserdem habe ich durch dieses “Experiment” zwei meiner fest sitzenden Glaubenssätze entdeckt:
  • Wenn der Tag nicht anstrengend war, dann habe ich nichts geleistet oder erreicht.
  • Nur durch harte Arbeit bekomme ich Anerkennung von Anderen.
Sie haben es mir nicht leicht gemacht, nur noch vom positiven zu berichten. Ich durfte für mich lernen, dass das Leben auch leicht sein darf. (dein Leben darf das im Übrigen auch sein ?)

“Die einzigen wirklichen Feinde eines Menschen sind seine eigenen negativen Gedanken.”

Albert Einstein

Meine Entscheidung für ein neues Leben

In etwa zur gleichen Zeit (wie mein Mann seine Weiterbildung machte) begann ich mich intensiver mit der positiven Psychologie zu beschäftigen und nahm an einem ZRM (Zürcher Ressourcenmodell ist ein ressourcenorientiertes Coaching, in dem die eigenen Stärken und Ressourcen bewusst gemacht werden und das die Teilnehmer mit ihrem eigenen motivierenden Lebens(abschnitts)motto verlassen) Coaching teil. Ich war überrascht von der positiven Energie, die ich aus dem ZRM Coaching mit nahm.

 

Schliesslich besuchte ich auch den NLP Practitioner Kurs an der fresh-academy. Durch die Erzählungen wusste ich ja bereits, dass ich mich auf fröhliche und von Lachen geprägte Tage einstellen darf. Ich durfte erfahren, dass Spass, Lachen und Humor alles noch leichter macht. Und dass ich alles selbst entscheiden kann in meinem Leben. Auch – oder besonders – ob ich glücklich und voller Begeisterung leben möchte.

 

Ich habe mich dafür entschieden und du kannst das auch! Mit meinem Blog und meinem Coaching möchte ich meinen Teil dazu beizutragen, diese Welt positiver, lebensbegeisterter und liebevoller zu machen. Habe ich manchmal Tage, an denen es nicht so rund läuft und ich nicht so positiv bin? Natürlich habe ich die. Nur lege ich meinen Fokus nicht darauf. Ich merke inzwischen recht schnell, wenn ich “zu negativ” werde und ziehe die Handbremse. Dann mache ich einfach etwas, was mich wieder positiver stimmt. Beispielsweise meine gute Laune Playlist hören oder auch lustige Videos unserer Kindern ansehen.
Was sind deine Tipps, um wieder gute Laune zu bekommen und entspannt zu werden? Wie darf dein neues Leben aussehen? 

 

 

Alles Liebe,
 

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